DSDS-Geschichte


Deutschland sucht den Superstar, kurz DSDS genannt, ist eine deutsche Castingshow, die erstmals im Herbst 2002 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Sie ist ein Ableger der britischen Sendung Pop Idol, eines Konzepts, das weltweit seit 2002 lizenziert wurde. In Deutschland wird die Sendung von Grundy Light Entertainment im Coloneum in Köln produziert.


Konzept der Show

Ziel der Sendung ist es, in einem Talentwettbewerb einen Sänger oder eine Sängerin zu ermitteln. Durch Castings und Bewerbungen werden Kandidaten gefunden, deren Anzahl in sogenannten „Recalls“ durch Urteil der Jury reduziert wird. Die verbleibenden zehn Kandidaten der Qualifikationsrunden treten in den folgenden Show-Sendungen, sogenannte „Motto-Shows“, auf. Die Jury beurteilt nach jedem Auftritt den Gesang, die Kleidung und das Auftreten der Teilnehmer. Über das Weiterkommen der Teilnehmer und den späteren Sieger entscheiden ab den Motto-Shows die Zuschauer per Telefonabstimmung. Bis zum Finale scheidet der Teilnehmer mit den wenigsten Stimmen aus. Das Ergebnis der Abstimmung wird in einer Folgesendung am selben Abend bekanntgegeben.

Der Sieger erhält einen Plattenvertrag, ab der neunten Staffel zusätzlich 500.000 Euro. Alle Stufen des Wettbewerbs, sowie das Leben der Teilnehmer selbst, werden in den wöchentlichen Sendungen und in weiteren RTL-Magazinen thematisiert.


Staffeln

1. Staffel (2002-2003)

Die erste Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 9. November 2002 bis zum 8. März 2003 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt.

Moderiert wurde die erste Staffel von Michelle Hunziker und Carsten Spengemann. Die Jury bestand aus dem Produzenten, Komponisten und Sänger Dieter Bohlen, dem Radiomoderator Thomas Bug, der Musikjournalistin Shona Fraser und Thomas M. Stein von BMG-Ariola. Das Magazin wurde von Peer Kusmagk und Tamara Gräfin von Nayhauß moderiert.

Die Finalshow der ersten deutschen Staffel am 8. März 2003 erreichte, bei Spitzenwerten von bis zu 15,01 Millionen, eine durchschnittliche Einschaltquote von 12,8 Millionen Zuschauern.

Auch die Vermarktung der Nachwuchs-Sänger nach dem Ende der Staffel war anfangs erfolgreich. Alle fünf Erstplatzierten der ersten Staffel erreichten 2003 in den deutschen Singlecharts Plätze in den Top 10, Alexander Klaws und Daniel Küblböck erreichten sogar Platz 1. Die von allen Teilnehmern der ersten Staffel gesungene Single We Have a Dream war vom 13. Januar bis zum 17. Februar 2003 die meistverkaufte Single in Deutschland. Später brachte auch das Album United u. a. wegen der Produktion von Deutschland sucht den Superstar wieder Gewinne.

Nach den Castings folgten insgesamt neun Shows, die jeweils einem bestimmten Motto unterstanden. Nach jeder dieser Shows schied einer der Kandidaten aus.

Mit 70,2 Prozent zu 29,8 Prozent der Stimmen entschied Alexander Klaws das Finale für sich.


2. Staffel (2003-2004)

Die zweite Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde vom 3. September 2003 bis zum 13. März 2004 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt. Sowohl das Moderatorenpaar, als auch die Jury blieben unverändert. Elli Erl gewann das Finale gegen Denise Tillmanns.

Die Show konnte an den Erfolg der ersten Staffel jedoch nicht anknüpfen. Dies spiegelte sich sowohl in den Einschaltquoten, als auch in der Zahl der Telefonanrufe wider. Ebenso gab es eine große Differenz beim Verkauf der gemeinsam aufgenommenen Platten der Finalkandidaten. Auch der kommerzielle Erfolg der Siegerin war deutlich geringer als bei der ersten Staffel.

Nur durchschnittlich 5,33 Millionen Zuschauer sahen das Finale am 13. März 2004. Die erfolgreichste Sendung der zweiten Staffel war das erste Casting mit 6,65 Millionen Zuschauern.

Keine Plattenveröffentlichung, die mit der zweiten Staffel von DSDS in Verbindung stand, konnte die Nummer Eins der deutschen Verkaufscharts erreichen: Die gemeinsame Single Believe in Miracles erreichte Platz acht, das gemeinsame Album Magic of Music erreichte Platz zwei, hatte aber mit neun Wochen eine ungewöhnlich kurze Verweildauer in den Top 100. Lediglich die Siegerin, Elli Erl, veröffentlichte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel drei Singles und ein Album, welche mit Ausnahme des Siegertitels This Is My Life (Platz drei), nicht in die Top 30 kamen.

Da im Gegensatz zur ersten Staffel 13 Teilnehmer an der ersten Mottoshow teilnahmen, gab es zwei Shows mehr (und in der ersten Show schieden ausnahmsweise zwei Teilnehmer aus).

Die elf Shows standen jeweils wieder unter einem musikalischen Thema. Elli Erl gewann das Finale mit 61 Prozent zu 39 Prozent der Stimmen gegen Denise Tillmanns.


3. Staffel (2005-2006)

Die dritte Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde vom 16. November 2005 bis zum 18. März 2006 ausgestrahlt. Die bisherigen Moderatoren wurden von Tooske Ragas und Marco Schreyl abgelöst. Das Magazin zur Sendung wurde von Nina Moghaddam und David Wilms moderiert. Die Jury wurde auf drei Personen verkleinert, und überwiegend neu besetzt; neben Dieter Bohlen bewerteten Sylvia Kollek und Heinz Henn die Kandidaten.

Die Themen der Mottoshows waren in chronologischer Reihenfolge Greatest Hits, 80er Jahre, Rock, Big Band, Love Songs, Nummer-eins-Hits, Soul und Kuschelrock. Nachdem die Einschaltquoten in der zweiten Staffel nicht zufriedenstellend waren, kehrte RTL mit der dritten Staffel wieder zum in Staffel 1 erprobten Aufbau der Sendung mit nur neun statt elf Mottoshows zurück.

Der Kandidat Stephan Darnstaedt gab vor der dritten Mottoshow seinen freiwilligen Ausstieg bekannt. Als Grund nannte er die zu hohe psychische Belastung. Nachrücker für Darnstaedt wurde der zuvor in den Top-20-Shows knapp gescheiterte Didi Knoblauch. Das Finale am 18. März 2006 bestritten Mike Leon Grosch und Tobias Regner, der sich mit 54,6 Prozent der Stimmen knapp durchsetzen konnte.

Die Einschaltquote der Finalshow lag bei 7,04 Millionen Zuschauern. Im Vergleich zur zweiten Staffel war die dritte Staffel wieder erfolgreicher, erreichte jedoch nicht die Spitzenwerte der ersten Staffel.

Das Ausscheiden des Kandidaten Didi Knoblauch in der Sendung vom 19. Februar 2006 wurde bereits vor der Entscheidung im Videotext bei RTL bekanntgegeben, und das Siegerlied von Tobias Regner, I Still Burn, war nicht, wie von RTL behauptet, eigens für ihn geschrieben, sondern eingekauft worden.


4. Staffel (2007)

Die vierte Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 10. Januar bis zum 5. Mai 2007 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt

Aufgrund der hohen Einschaltquoten der dritten Staffel wurde eine vierte Staffel produziert, bei der die Moderatoren die gleichen blieben. In dieser Staffel moderierte wieder Nina Moghaddam das Magazin zur Sendung. Die Jury war mit Dieter Bohlen und Heinz Henn besetzt; Sylvia Kollek wurde durch Anja Lukaseder ersetzt.

Die Castings der vierten Staffel fanden im August, September und Oktober 2006 in den deutschen Städten Hamburg, München, Berlin, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und Dresden, sowie auf der spanischen Insel Mallorca statt. Insgesamt bewarben sich 28.597 Kandidaten.

Beim Finale am 5. Mai 2007 gewann Mark Medlock mit 78,02 Prozent der Anrufe vor Martin Stosch (21,98 Prozent) die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Medlock bekam in dieser Staffel, genau wie in der fünften Thomas Godoj, von der ersten Top-20-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen. Die Einschaltquoten der Finalshow betrugen 5,99 Millionen (30,4 Prozent Marktanteil) und 3,63 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe (40,8 Prozent Marktanteil). Somit konnte RTL nicht an die Quoten der Finalshow der dritten Staffel herankommen, in der der Marktanteil mehr als 50 Prozent in der werberelevanten Gruppe betrug. Obwohl die Quoten der gesamten vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar die bisher schlechtesten waren, lag RTL mit dem Format noch weit über dem Senderschnitt.

Bis 2012 veröffentlichte Mark Medlock sechs Alben und neun Singles und verkaufte über drei Millionen Tonträger – das brachte 13-mal Gold und 4-mal Platin. Er ist bisher der erfolgreichste Gewinner von DSDS.

 

5. Staffel (2008)


Die fünfte Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 23. Januar bis zum 17. Mai 2008 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt.

Aufgrund des Erfolges der vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde bereits vor dem Finale der Staffel bekanntgegeben, dass 2008 eine fünfte Staffel produziert werden sollte. Dieter Bohlen und Anja Lukaseder blieben Jury-Mitglieder, während Heinz Henn durch den Manager der Fantastischen Vier, Andreas „Bär“ Läsker, ersetzt wurde. Moderatorin Tooske Ragas war ebenfalls nicht mehr dabei, sodass Marco Schreyl die Sendung alleine moderierte. Die Moderation des Magazins zur Sendung übernahm wieder Nina Moghaddam.

Die Top-20-Shows wurden durch eine einzige Live-Show Jetzt oder Nie ersetzt. Aus den 15 Kandidaten, die aus dem Recall verbliebenen waren, wählten Zuschauer und Jury je fünf Teilnehmer aus, die in die Mottoshows einzogen.

Neben sechs deutschen Städten, darunter Berlin als einzige Stadt in Ostdeutschland, fanden die Castings von August bis November 2007 auch auf Mallorca, sowie zum ersten Mal auf Ibiza statt.

Es gewann Thomas Godoj mit 62,20 Prozent der Stimmen. Er hatte, wie Mark Medlock, von der ersten Top-15-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen.


6. Staffel (2009)

Die sechste Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 21. Januar bis zum 9. Mai 2009 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt.

In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (WR) bestätigte der RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Mai 2008, dass es eine sechste Staffel geben werde. Dies hatte Moderator Marco Schreyl bereits in der finalen Mottoshow der fünften Staffel einige Tage zuvor angekündigt. Als Grund gab Sänger an, dass der Marktanteil mit über 30 Prozent in der werberelevanten Gruppe zu einer Fortsetzung verpflichte. Er sagte weiter, dass es einige Veränderungen in der neuen Staffel geben werde, vor allem der dokumentarische Aspekt solle gestärkt werden. Grundsätzlich bleibe jedoch alles beim Alten.

Die Kandidaten der Sendung wurden erstmals mit einem sogenannten „Casting-Truck“ ermittelt. Die Vorcastings fanden in Oldenburg, Stuttgart, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Erfurt, Dresden, Hamburg, Rostock, Hannover, Münster und München statt. Hierbei war die Jury wie üblich nicht anwesend. Die Bewerbungen für das Casting dauerten bis zum 15. August 2008 an.

Am 3. Oktober 2008 gab RTL bekannt, dass man sich von den bisherigen Jurymitgliedern Anja Lukaseder und Andreas „Bär“ Läsker getrennt habe. Sie wurden in der Saison 2009 durch Musikmanager Volker Neumüller, sowie die MTV-Moderatorin Nina Eichinger ersetzt. Der ursprünglich vorgesehene Max von Thun trat aufgrund ernster Differenzen mit Chef-Juror Dieter Bohlen nach dem ersten Casting freiwillig zurück.

Die sechste Staffel startete bei RTL am 21. Januar 2009 und wurde wieder von Marco Schreyl moderiert. Nina Moghaddam übernahm erneut die Moderation des Magazins zur Sendung.

120 Teilnehmer schafften es in den Recall, der sich über vier Ausstrahlungstermine streckte. Im neuen Recall auf Teneriffa (Spanien) mussten die Teilnehmer erstmals Mutproben durchstehen. So wurde den Kandidatinnen beispielsweise eine Riesenschlange um den Hals gelegt. Die männlichen Kandidaten hatten von einer hohen Plattform kopfüber an einem Seil herabhängend ein Lied zu singen. Zurück in Deutschland mussten alle Teilnehmer im Tonstudio den späteren Siegertitel Anything but Love singen. Die Jury gab anschließend bekannt, dass sie die späteren Finalisten Daniel Schuhmacher und Sarah Kreuz für die besten Sänger hielten. Nach den vier Terminen reisten fünfundzwanzig DSDS-Kandidaten nach Berlin und traten dort im Theater am Potsdamer Platz erneut einzeln vor der Jury auf.

Am 28. Februar fand die Jetzt oder nie-Show statt, die über den Einzug der fünfzehn besten Kandidaten in die Mottoshows bestimmte. Hierbei wurde – wie bereits in der fünften Staffel – eine Telefonabstimmung durchgeführt. Die fünf Kandidaten mit den meisten Anrufen zogen direkt in die Mottoshows ein. Aus den zehn Restlichen wählte die Jury fünf weitere aus.

RTL warb damit, dass sich unter den Teilnehmern der Endrunde besonders viele außergewöhnliche Kandidaten befänden: So trat Cornelia Patzlsperger stets mit einer Harfe auf, Vanessa Neigert sang fast ausschließlich deutsche Schlager, und Holger Göpfert, der vor der Teilnahme als Alleinunterhalter tätig gewesen war, begleitete sich häufig auf dem Klavier. Marc Jentzen hatte bereits einige Jahre zuvor, als Teil der Boyband Part Six Erfahrungen im Musikgeschäft gesammelt.

Vanessa Civiello stieg aus persönlichen Gründen noch vor der ersten Mottoshow aus dem Wettbewerb aus. Für sie durfte Michelle Bowers teilnehmen.

Im Finale am 9. Mai gewann Daniel Schuhmacher gegen Sarah Kreuz mit 50,47 Prozent der Anrufe.


7. Staffel (2010)

Die siebte Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 6. Januar bis zum 17. April 2010 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt.

Die siebte Staffel startete mit der wieder aus Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller bestehenden Jury. Aus 34.420 Castingteilnehmern wurden 120 für den ersten Recall ausgewählt. 35 von ihnen erreichten den zweiten Recall in der Karibik (Dominikanische Republik), 25 von diesen den dritten Recall, aus denen die 15 Kandidaten für die Jetzt oder nie-Show am 13. Februar ausgewählt wurden. In dieser sollten sieben Mottoshow-Kandidaten durch die Telefonabstimmung und drei durch die Jury nominiert werden. Die Jury entschied jedoch, die Zuschauerabstimmung auch auf ihre drei Nominierungen anzuwenden. Diese waren Marcel Pluschke, Steffi Landerer und Ines Redjeb. So gelangten die zehn Bewerber mit den meisten Anrufen in die Mottoshows. Mit nur drei weiblichen Kandidaten waren es die wenigsten Endrundenteilnehmerinnen aller bisheriger DSDS-Staffeln.

Bereits in der ersten Mottoshow am 20. Februar 2010 wurde eine von ihnen, Steffi Landerer, abgewählt. In der zweiten Mottoshow traf es einen männlichen Kandidaten, Marcel Pluschke. Nelson Sangaré, der vorher noch als einer der Favoriten galt, wurde in der dritten Mottoshow vom Publikum herausgewählt. Die zweite Frau, Ines Redjeb, schied in der vierten Mottoshow aus, sodass unter den letzten sechs die einzige Kandidatin Kim Debkowski war. In der fünften Mottoshow unterlag Manuel Hoffmann Helmut Orosz im Abstimmungsergebnis um den letzten Platz für die nächste Runde, obwohl Hoffmann von der Jury sehr positive Kritiken erhielt und Orosz’ partielles Vergessen seines Songtextes besonders gerügt wurde. Einen Tag später teilte RTL den zusammen mit der Produktionsfirma GRUNDY Light Entertainment GmbH gefassten Beschluss mit, dass Helmut Orosz wegen Drogenkonsums die Show verlassen müsse. Das Konsumieren von Kokain entspreche nicht der Vorbildfunktion, die ein DSDS-Kandidat haben sollte, begründete eine Sprecherin von RTL den Entscheid. Nachdem Orosz mit einem RTL vorliegenden Video, in dem eindeutig zu erkennen war, wie er mit einem Freund Kokain zum eigenen Konsum vorbereitet, konfrontiert wurde, räumte er den Konsum ein. RTL gab bekannt, dass Manuel Hoffmann den freigewordenen Platz einnimmt. Dieser konnte in der sechsten Mottoshow seinen Platz bei DSDS verteidigen, während Mitfavorit Thomas Karaoglan abgewählt wurde. Am 3. April wurde Kim Debkowski vom Publikum herausgewählt.

In der darauffolgenden Mottoshow, in der jeder Kandidat drei Lieder sang, schied Manuel Hoffmann aufgrund des Publikumsvotings aus, sodass das Finale zwischen Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich entschieden wurde. Letzterer war den Zuschauern bereits aus der dritten DSDS-Staffel bekannt. Damals schied er aufgrund einer Freiheitsstrafe vorzeitig aus, nach deren Verbüßung er in der siebten Staffel erneut an der Castingshow teilnahm. Dieses Mal geriet er nach einem Zerwürfnis mit den anderen Kandidaten durch seinen Auszug aus dem „Loft“ in die Schlagzeilen. Gewinner der siebten Staffel wurde Mehrzad Marashi mit 56,04 % aller Anrufer, obwohl Menowin Fröhlich jede vorherige Mottoshow gewann.

In der Zielgruppe erreichte die Staffel im Durchschnitt 4,24 Mio. Zuschauer, was 32,71 % Marktanteil entspricht. Insgesamt erreichte sie durchschnittlich 6,51 Mio. Zuschauer (Marktanteil 19,86 %). Die Zuschauerzahlen bei den Castings lagen vor denen der Mottoshows. Das Finale erreichte die insgesamt höchste Zuschauerzahl aller Folgen; damit war es die erfolgreichste Folge seit dem Finale der ersten Staffel und erreichte fast zwei Millionen Zuschauer mehr als das Finale der vorherigen Staffel.


8. Staffel (2011)

Die achte Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 8. Januar bis zum 7. Mai 2011 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt. Die Jury bestand aus Dieter Bohlen, Fernanda Brandao und Patrick Nuo. Die Castings sowie der Recall der besten 35 Kandidaten auf den Malediven fanden im Sommer und Herbst 2010 statt und wurden im Januar und Februar 2011 ausgestrahlt. Die besten 15 Kandidaten traten am 19. Februar 2011 in der ersten Liveshow auf. Wie im Vorjahr wurden sieben Mottoshow-Kandidaten per Televoting und drei durch die Jury ausgewählt. Die Jury entschied sich wiederum für die Plätze acht bis zehn der Zuschauerabstimmung, so dass die zehn Bewerber mit den meisten Zuschauerstimmen in die Mottoshows kamen. Für die achte Staffel wurde das seit der fünften Staffel in Benutzung befindliche Studio-Design der Motto-Shows grundlegend geändert. Statt der vielen verschiedenen LED-Lichtelemente, die sich im Hintergrund der Bühne befanden, wurde diese komplett durch eine durchgängige Fläche von Video-Wänden ersetzt. Zusätzlich gibt es seitdem neben der bereits vorher vorhandenen großen Video-Wand, die zentral als Eingang für die Künstler eingesetzt und mittig teilbar ist, zwei weitere ebenso große Video-Wände beidseitig davon. Im Zuge des Umbaus des Bühnenrückraums, wurde erstmals auf die Live-Band unter Leitung von Lillo Scrimali verzichtet.

Am 10. März entschied RTL, dass Nina Richel wegen gesundheitlicher Probleme die Show verlassen muss. Als Ersatz kehrte die bereits in der ersten Show ausgeschiedene Sarah Engels zurück.

Seit der Sendung am 12. März 2011 wird das Jugendarbeitsschutzgesetz von der Bezirksregierung Köln im Bezug auf die Sendung durchgesetzt. Schulpflichtige Kandidaten wie Sebastian Wurth aus der achten Staffel dürfen danach nur bis 22 Uhr auftreten.

In der fünften Mottoshow am 2. April 2011 wurde eine Grafik mit vertauschten Telefonnummern der Kandidaten Zazou Mall und Marco Angelini eingeblendet. Deshalb wurde ein Teil der Zuschaueranrufe anderen Kandidaten zugerechnet als beabsichtigt. RTL entschied daraufhin, alle sechs Kandidaten in der nächsten Show nochmals antreten zu lassen; alle Anrufe, die bis zur Einblendung der falschen Grafik eingingen, wurden für die nächste Sendung gewertet, die folgenden nicht. RTL kündigte an, die Kosten der ungültigen Anrufe durch die Telefonanbieter nicht in Rechnung stellen zu lassen oder, falls dies nicht möglich sei, zu erstatten. Wegen dieses Vorfalls bestand die Staffel aus einer Sendung mehr als ursprünglich geplant.

Im Finale am 7. Mai gewann Pietro Lombardi gegen Sarah Engels mit 51,9 Prozent der Anrufe.


9. Staffel (2012)

Die neunte Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 7. Januar bis zum 28. April 2012 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt. Neue Juroren neben Dieter Bohlen waren Natalie Horler und Bruce Darnell. Die in früheren Staffeln für Kandidaten gültige Altersobergrenze von 30 Jahren wurde aufgehoben. Erstmals erhielt der Gewinner neben einem Plattenvertrag auch eine Siegprämie von 500.000 Euro. 35.401 Kandidaten sangen in den Castings vor, die in 35 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfanden. Der Recall mit den besten 36 Kandidaten fand erneut auf den Malediven statt.

Zu den Liveshows wurde ein zuvor bereits ausgeschiedener Kandidat zugelassen, so dass an der ersten Liveshow 16 statt wie geplant 15 Kandidaten teilnahmen. In der Top-16-Show wählte ausschließlich das Publikum die Top-10-Kandidaten, die Jury hatte kein Stimmrecht.

In der Top-16-Show vertauschte Marco Schreyl einmalig die Endziffern der Kandidaten Silvia Amaru, die weiterkam, und Christian Schöne, der ausschied. Auf Protest von Schöne führte RTL drei Tage nach der Show ein 24-stündiges Online-Voting über einen Wiedereinstieg von Schöne durch. Die Mehrheit der Abstimmenden (52,44 %) entschied sich dagegen.

In die Top Ten kamen nur drei Kandidatinnen, womit die bislang niedrigste Anzahl weiblicher Endrundenteilnehmer aus der siebten Staffel eingestellt wurde. Zum ersten Mal schaffte es lediglich eine weibliche Kandidatin unter die letzten sieben. Wie in der siebten Staffel belegten drei männliche Kandidaten die ersten drei Plätze.

Von den vier Kandidaten der siebten Mottoshow waren drei erst 16 oder 17 Jahre alt. Daher wurden ab dieser Liveshow die Entscheidungen nicht erst etwa eine Stunde später, sondern direkt nach der Mottoshow bekanntgegeben, um die Sendung wegen des Jugendarbeitsschutzgesetzes bis 23:00 Uhr beenden zu können.

Am Mittwoch vor der Finalsendung mit den Kandidaten Luca Hänni und Daniele Negroni kam es bei der von RTL beauftragten Firma Print your Ticket zu einer technischen Panne: Für rund eine Stunde wurde versehentlich eine Testseite online gestellt, die den Ticketverkauf für eine Tour von Daniele Negroni unter der Überschrift „Der neue DSDS Superstar 2012“ ankündigte.

Im Finale am 28. April 2012 konnte sich Luca Hänni gegen Daniele Negroni mit 52,85 Prozent der Zuschauerstimmen durchsetzen.


10. Staffel (2013)

Die zehnte Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow Deutschland sucht den Superstar wurde vom 5. Januar bis zum 11. Mai 2013 im Programm des Fernsehsenders RTL ausgestrahlt. Im Finale konnte sich Beatrice Egli gegen Lisa Wohlgemuth durchsetzen.

Am 30. April 2012 gab RTL bekannt, dass DSDS trotz der in der 9. Staffel gesunkenen Einschaltquoten im Jahr 2013 fortgesetzt wird. Gleichzeitig kündigte der Sender personelle Veränderungen an: die Jurymitglieder Natalie Horler und Bruce Darnell wurden durch die Tokio-Hotel-Mitglieder Bill und Tom Kaulitz, sowie den Sänger der Band Culcha Candela, Mateo „Itchyban“ Jaschik, ersetzt. Moderiert wurden die Sendungen von Schauspieler Raúl Richter und Nazan Eckes. Der bisherige Moderator Marco Schreyl trat nicht mehr in Erscheinung. Start der zehnten Staffel war am 5. Januar 2013.

Am 6. März 2013 verpflichtete RTL Olivia Jones als Begleiterin für die Kandidaten.

In der dritten Mottoshow am 30. März 2013 bewertete erstmals ein Originalinterpret seinen eigenen von einem Kandidaten gesungenen Song: Andrea Berg verfolgte während eines ihrer Konzerte mit ihrem Publikum den Auftritt von Beatrice Egli, die ihren Hit Du hast mich tausendmal belogen sang, und wurde von Dieter Bohlen per Telefon zugeschaltet. In der siebten Mottoshow am 27. April saß sie als Gastjurorin in der Jury.

Drei weibliche Kandidaten unter den letzten vier stellten ein Novum in der DSDS-Geschichte dar. Erst zum zweiten Mal fand ein Frauenfinale statt. Am 11. Mai 2013 gewann Beatrice Egli gegen Lisa Wohlgemuth mit 70,25 Prozent der Anrufe. Damit siegte zum zweiten Mal hintereinander seit Einführung der 500.000-Euro-Siegprämie 2012 ein Kandidat aus der Schweiz.


11. Staffel (2014)

Am 13. März 2013 gab RTL bekannt, dass es eine weitere, elfte Staffel geben werde. Für die elfte Staffel kann man sich seit dem 16. März 2013 unter RTL.de bewerben.

 
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